Weiterführende Informationen

QUALIFIZIERUNGSCHANCENGESETZ

Seit dem 1. Januar 2019 gilt das Gesetz zur Stärkung der Chancen für Quali­fizierung und für mehr Schutz in der Arbeitslosenversicherung. Beschäftigte erhalten grundsätzlich Zugang zur Weiterbildungsförderung auch unabhängig von Qualifikation, Lebensalter und Betriebsgröße, wenn sie als Folge des digitalen Strukturwandels Weiterbildungsbedarf haben oder in sonstiger Weise von Strukturwandel betroffen sind.

Fachkräfteeinwanderungsgesetz

Das neue Fachkräfteeinwanderungsgesetz zur Stärkung der qualifizierten Zuwanderung aus dem Ausland ist am 1. März 2020 in Kraft getreten.

Durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz werden die Regelungen für den Aufenthalt und die Zuwanderung von Fachkräften aus Drittstaaten dem wirtschaftlichen Bedarf entsprechend gezielt geöffnet.  


Förderung beruflicher Weiterbildung

Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung unterstützt mit dem neuen Förderprogramm Betriebliche Weiterbildung Unternehmen aus Rheinland-Pfalz mit bis zu 30.000 Euro pro Jahr bei der Durchführung betrieblicher Weiterbildungsmaßnahmen.

Zudem wurde das bereits etablierte Förderprogramm QualiScheck für die individuelle berufliche Weiterbildung vereinfacht und die Fördersumme auf bis zu 1.500 Euro erhöht. Beide Förderprogramme sind am 1. Oktober 2020 gestartet und werden aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) gefördert.


Aufstiegsfortbildungen nach Berufsbildungsgesetz und Handwerksordnung

Geprüfte/-r Berufsspezialist/-in
Bachelor Professional/Master Professional

Aufstiegsfortbildungen sind Maßnahmen der beruflichen Bildung, die im Regelfall auf eine abgeschlossene Berufsausbildung aufbauen. Sie dienen dem Erwerb zusätzlicher beruflicher Kenntnisse und Fertigkeiten für die Wahrnehmung einer Aufgabe mit größerem Verantwortungsbereich beziehungsweise mit einer höheren Vergütung.

2020 wurden neue Abschlussbezeichnungen für die Fortbildungsstufen im Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HWO) eingeführt und werden sukzessive geändert.

Die neuen Begriffe sollen die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung zum Ausdruck bringen, zugleich die Praxisnähe der Berufe unterstreichen und die Mobilität von Fachkräften aus Deutschland unterstützen. 

Auch bereits vor dem 1. Januar 2020 gemachte Abschlüsse können auf Beantragung einer Zweitschrift bei der zuständigen Kammer die neuen Abschlussbezeichnung erhalten.


Bildungsfreistellung

Beschäftigte in Rheinland-Pfalz haben einen Rechtsanspruch auf Freistellung von der Arbeit zum Zwecke der beruflichen und gesellschaftspolitischen Weiterbildung unter Fortzahlung des Arbeitsentgelts durch den Arbeitgeber, um ihre beruflichen und persönlichen Chancen zu verbessern.

Auch für den Betrieb und die Wirtschaft stellt sie eine Chance dar, Qualifikation und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.

Der Anspruch auf Bildungsfreistellung beträgt in der Regel zehn Tage in einem Zeitraum von zwei Kalenderjahren (jeweils beginnend mit einem ungeraden Kalenderjahr – z.B. 2021/2022).

Für Auszubildende beträgt der Anspruch fünf Tage im Ausbildungsjahr – allerdings nur für gesellschaftspolitische Weiterbildung.

Gut zu wissen:

Kleine und mittelständische Unternehmen mit weniger als 50 Beschäftigten können beim Weiterbildungsministerium einen Zuschuss zum Arbeitsentgelt beantragen, das während der Freistellung fortgezahlt wird.


Fachkräfte aus dem Ausland einstellen

Make it in Rheinland-Pfalz

Internationale Fachkräfte sind für viele Unternehmen aus Rheinland-Pfalz nicht mehr wegzudenken. Mit der Vielfalt an Unternehmen und den Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangeboten bietet Rheinland-Pfalz attraktive Rahmenbedingungen für internationale Fachkräfte. 

In den Welcome Centern der vier Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz in Kooperation mit der Landesregierung, berät man Unternehmen und Fachkräfte von der Anwerbung über die Einreise und das Ankommen am Standort und in der Gesellschaft.

Das Portal Anerkennung in Deutschland begleitet im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) die Umsetzung der gesetzlichen Regelungen zur Anerkennung auf Bundes- und Länderebene.